Darf's eine Portion Kultur sein? Die BUKO Pharma-Kampagne  - eine Gruppe, die sich gegen fragwürdige Praktiken der Pharmaindustrie engagiert - rollte zwei Wochen lang mit einem Straßentheaterstück über Tuberkulose durch die Republik. 12 Städte, 40 Auftritte und 7 Nachwuchsschauspieler/-innen, ein Stück. Die Gruppe selbst sagt über ihr Werk:
Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem in armen Ländern weit verbreitet ist. Unser Theaterstück will mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die tödliche Seuche wecken. Denn jedes Jahr sterben knapp zwei Millionen Menschen an Tuberkulose, obwohl die Krankheit in den meisten Fällen heilbar wäre.

Am liebsten hätte ich meinen Film über Plastik mit einem Hubschrauberflug begonnen. Über reine, unberührte Natur. Nur - es gibt auf der Erde keine unberührte Natur mehr.
So startet der Film Plastic Planet, der die allgegenwärtigen Kunststoffe genau unter die Lupe nimmt. Immerhin wirkt Plastik meistens recht unschuldig: Knallig bunt in Kinderspielzeug, unauffällig verarbeitet in Gebrauchsgegenständen von Zahnbürste über Brotdose bis Computertastatur. Und kann man mittlerweile überhaupt noch ein nicht verschweißtes neues Produkt kaufen? Unsere Welt ist abgepackt in durchsichtigen Tüten, und die Menschheit hat sich längst an die schleichende Machtübernahme des Plastik gewöhnt.

Veganer/-innen und Vegetarier/-innen in allen Ehren, aber nicht jede/r möchte auf sein Grillwürstchen im Sommer oder den Gänsebraten bei Oma verzichten. Trotzdem wollen viele wissen, was denn da genau auf dem Teller landet. Wie hat das Tier gelebt, unter welchen Bedingungen wurde es großgezogen? Trage ich dazu bei, dass Massentierhaltung noch größer wird? Denn während in der Gesellschaft langsam ein Umdenken stattfindet und Bio-Produkte großen Zulauf bekommen, werden in Deutschland immer mehr Megaställe hochgezogen. Wie genau die Situation in eurem Bundesland aussieht, das erklärt der Fleischatlas der Heinrich-Böll-Stiftung anschaulich mit Bildern und Grafiken. Und liefert ultimative Zahlen, damit ihr bei der nächsten Fleisch-Debatte mitdiskutieren könnt.

Wie wir aussehen bestimmt, wer wir sind - auf den ersten Blick zumindest. Also wollen wir durch unsere Kleidung Persönlichkeit zeigen, Statements setzen, neugierig machen. Dabei wird oft vergessen, wo die Sweater und Jeans, unsere neuen Lieblingsstücke, herkommen - und wer sie vor uns in der Hand gehabt hat. Unter dem Hashtag #WhoMadeMyClothes sucht die Organisation Fashion Revolution nach den Näher/-innen und fordert Unternehmen dazu auf, die Arbeitsbedingungen bei der Entstehung ihrer Produkte offenzulegen.

Es begleitet uns auf Schritt und Tritt, wohin wir auch gehen. Wir sitzen darauf, tragen es am Körper, trinken und essen daraus, spielen damit, halten es ständig in der Hand. Plastik! Um das erdölfressende Produkt ein Stückchen mehr aus unserem Leben zu kicken, gibt es bereits eine Menge Initiativen. Wie bei allen großen Veränderungen ist besonders der Konsument gefragt, sein Konsumverhalten anzupassen - und das muss gar nicht mal so schwer sein. Okay, es gibt da sehr engagierte Menschen. So wie Shia von dem Blog Wastelandrebel, deren Rest- und Plastikmüll aus einem 2-Personen-Haushalt aus einem Jahr mittlerweile in ein 1-Liter-Einmachglas passt. Ihr Projekt: Zero Waste, also ihre Müllproduktion auf das absolute Minimum zu drosseln.

Kein Hunger, Frieden, Schulbildung für alle - das sind 3 von - Achtung, Zungenbrecher - 17 Sustainable Development Goals, also nachhaltigen Zielen, die die Vereinten Nationen in den nächsten Jahren umsetzen möchte. Alle UN-Mitglieder haben sich verpflichtet, bis 2030 möglichst viel Entwicklungshilfe zu leisten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Damit so ein ehrgeiziges Projekt auch funktoniert, braucht die UN allerdings nicht nur die Hilfe von ganzen Ländern: Jede/r Einzelne kann und soll helfen. Auch du! Ja, genau du da, der du dich da hinterm Screen versteckst. Zusammen mit Mitschüler/-innen kannst du am "Sei weltbewegend!"-Wettbewerb mitmachen - es gilt, Preise im Gesamtwert von 50 000 Euro zu gewinnen. Frei nach dem Motto "Nicht meckern, machen!" können 1.-11. Klassen sich ihre eigenen Gedanken zum globalen Wandel machen.