Sich in einem fremden Land einzuleben, kann ganz schön schwer sein. Das kann jeder ansatzweise nachvollziehen, der schon einmal bei einem Auslandstrip grandios an Verständigungsschwierigkeiten gescheitert ist. Oder sich in einer anderen Kultur hoffnungslos verloren gefühlt hat. Findige Geister haben jetzt allerdings ein Projekt aus der Taufe gehoben, das geflüchteten Neuankömmlingen den Neustart in Deutschland ein wenig versüßen soll. Und zwar mithilfe von...na? Ja genau, einem kleinen Willkommenspräsent! Wie das funktionieren soll, beschreiben die Gründer am besten selbst:
Viele der geflüchteten Menschen sind durch ihre Erfahrungen von Misstrauen und Angst erfüllt. Eine Geste wie eine HAPPY BOX kann nach ihrer Ankunft bei uns der erste Schritt sein, Wärme und Vertrauen zu vermitteln. Denn wie wir schon oft sehen konnten, kann eine kleine liebevoll gepackte Box Menschen ganz einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Euch fehlt noch ganz ganz dringend ein kleines Weihnachtsgeschenk ? Perfekt, wir haben nämlich noch etwas abzugeben. Und originell ist es dazu, euer/eure Beschenkte/r sollte allerdings eine Portion Humor haben. Die Jungs und Mädels von Goldeimer haben großzügig ein paar Rollen Klopapier spendiert - ja richtig gelesen, KLOPAPIER - und zwar nicht irgendwelche Rollen. Diese Rollen sind besonders, diese Rollen schlagen selbst samtweiches Einhorn-Toilettenpapier.

Darf's eine Portion Kultur sein? Die BUKO Pharma-Kampagne  - eine Gruppe, die sich gegen fragwürdige Praktiken der Pharmaindustrie engagiert - rollte zwei Wochen lang mit einem Straßentheaterstück über Tuberkulose durch die Republik. 12 Städte, 40 Auftritte und 7 Nachwuchsschauspieler/-innen, ein Stück. Die Gruppe selbst sagt über ihr Werk:
Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem in armen Ländern weit verbreitet ist. Unser Theaterstück will mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die tödliche Seuche wecken. Denn jedes Jahr sterben knapp zwei Millionen Menschen an Tuberkulose, obwohl die Krankheit in den meisten Fällen heilbar wäre.

"Schäm dich!" - dies war das Motto des CARE-Schreibwettbewerbs 2016/17. Ganz unterschiedlich fielen dementsprechend die eingereichten Texte aus, und dieser Text von Mia Veigel gewann den ersten Platz in der Kategorie 14-18 Jahre . Also: Schnappt euch einen Kaffee oder Tee und macht mit uns einen kleinen literarischen Gedankenausflug...

Erkenntnis

von Mia Veigel
Langsam wird es hell. Der Himmel färbt sich von rotorange in ein helles Grauweiß. Die tief hängenden Wolken scheinen an den hohen Bergen zu lecken. Den Apus. Ich muss an meinen Großvater denken. Er sagte immer zu mir: „Hör mir gut zu, Moisés: Die großen Berge um uns herum, die Apus, beschützen uns. Sie sind größer und mächtiger als wir. Versuche niemals, dich über sie zu stellen.“ Ich blicke noch eine Weile auf die riesigen Gestalten, dann krieche ich aus meiner einfachen Schlafgelegenheit und laufe die eisigen Treppenstufen hinunter.

Geld und Macht braucht es, um die Welt zu regieren, so heißt es. Aber was genau ist das eigentlich: Macht? Steckt sie in teuren schwarzen Anzügen, in Waffen, in Hierarchien? Was macht Macht und wer ist mächtig? Das möchte die soziale Organisation Care (ja genau die, die Nachkriegsberlin mit den Care-Paketen versorgt haben) mit euch herausfinden.