Recyclehero – Mit Altglas Gutes tun

Am Dienstag startete die Crowdfunding-Kampagne von recyclehero. Das Hamburger Social Startup übernimmt mit elektrischen Lastenfahrrädern die Entsorgung  von recycelbaren Wertstoffen für Betriebe und Privathaushalte. Das Besondere: Durch die Beschäftigung von z.B. Geflüchteten oder Langzeitarbeitslosen als Fahrer*innen schafft recyclehero Arbeitsplätze und neue Begegnungsräume für sozial und finanziell Benachteiligte.

Das Geschäftsmodell gestaltet sich ganz einfach: Die Fahrer*innen von recyclehero, auch Heroes genannt, kommen zu dir nach Hause, ins Büro oder zu Restaurants und holen Altglas, Altpapier und Pfandflaschen ab. Mit ihren Elektro-Lastenrädern bringen sie die Wertstoffe zur nächsten Entsorgungsstelle. Aufgrund des elektrischen Antriebs sind sie im Gegensatz zum Auto umweltfreundlich unterwegs und entlasten den Stadtverkehr. Das spart Zeit und ihr müsst euch keine Gedanken über die richtige Entsorgung der Stoffe machen, denn das übernehmen die Heroes.

Eine ökologisch und sozial nachhaltige Mission

Neben dem ökologischen Anspruch hat die Mission dahinter ein soziales Ziel: Recyclehero möchte bewusst sozial und finanziell Benachteiligte für ihr Startup als Fahrer*innen gewinnen. Geflüchteten, Langzeitarbeitslosen oder Obdachlosen fällt es oftmals schwer, einen Job oder Anschluss im gesellschaftlichen Leben zu finden. Durch recyclehero erhalten sie nicht nur einen Arbeitsplätz mit regelmäßigem Einkommen. Der Abholservice soll zudem Heroes und Kund*innen näher zusammenbringen und damit neue Begegnungsräume schaffen. Recyclehero organisiert zu diesem Zweck Veranstaltungen wie z.B. gemeinsame Essen in Restaurants, Gartenpartys oder Workshops.

Auf der einen Seite bietet recyclehero also eine Anlaufstelle für sozial und finanziell Benachteiligte. Auf der anderen Seite profitieren von der Mission auch die Kund*innen, denn in ihrem Alltag kommen sie ansonsten nur selten mit den betroffenen Personen in Kontakt. Recyclehero ist mehr als ein Abholservice, denn in Zukunft soll ein Netzwerk entstehen, in dem Menschen sich gegenseitig unterstützen und kulturelle oder sprachliche Differenzen überwinden.

Mit Crowdfunding zum Erfolg

Hinter recyclehero steht das Gründerteam Alessandro Cocco und Nadine Herbrich. Ihr Social Startup steckt noch in der Kinderschuhen. Bislang können Kund*innen den Abholservice in den Hamburger Stadtteilen Eimsbüttel, Harvestehude, Schanzenviertel, St. Pauli, Rotherbaum und der Innenstadt in Anspruch nehmen. Mithilfe der Crowdfunding-Kampagne möchte recyclehero weitere Lastenräder anschaffen, um noch mehr Hamburger Stadtteile versorgen zu können. Die Crowdfunding-Kampagne findet übrigens im Rahmen des Deutschen Integrationspreises statt. Wie findet ihr die Idee? Schreibt es uns in die Kommentare!

Bildquelle: recyclehero

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