Zukunft zum Nachschlagen: Die Karte von morgen

Die interaktive „Karte von morgen“ verzeichnet zukunftsorientierte Initiativen und Unternehmen. Und jede*r kann mitmachen.

„Eine andere Welt ist möglich!“ heißt ein Hoffnungsslogan der Wandelbewegung. Doch wenn es um sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit geht, dann sind es häufig viele kleine Elemente, Bewegungen und Versuche, die im kommerziell geprägten Stadtbild nicht auffallen. Nur wo findet man solche Menschen, Gruppen und Projekte in unserer anonymen Gesellschaft? Bioläden, Bildungsinitiativen, soziale Treffpunkte, Gemeinschaftsgärten, Umweltinitiativen und viele mehr. Vielleicht ist ja schon jemand aus meiner Straße dabei oder meiner Stadt? Es wäre schön, sie oder ihn kennenzulernen. Gemeinsam könnten wir mehr bewegen!

Die Karte von Morgen

Diese neue digitale Karte von morgen (kartevonmorgen.org) macht all dies sichtbar: Als interaktive Online-Plattform sammelt und dokumentiert sie Initiativen des Wandels und nachhaltige Unternehmen transparent und übersichtlich. Jede*r kann dabei mitmachen: Orte des Wandels aufspüren und eintragen, besuchen und bewerten.

Im Suchfenster braucht man lediglich den Ort seiner Wahl eingeben und erhält alle bereits in der Karte gelisteten Zukunftsinitiativen. Umgekehrt ist es auch möglich, auf der Karte ein eigenes Projekt zu verzeichnen und mit Stichworten zu beschreiben. Sobald man die Adresse eingetragen hat, weist die Software ihr automatisch die perfekte Kartenposition zu und man ist Sekunden später auffindbar. Einfacher geht’s nicht.

Für einen Eindruck, was die „Wandelbewegung“ eigentlich ist, eignet sich das Pfingsttreffen der makers for humanity. Dort treffen sich all jene, die für einen zukunftsfähigen Gesellschaftswandel arbeiten. Sie nennen sich Changemaker. Und Helmut Wolman, die treibende Kraft hinter der Karte von Morgen, ist auch dabei.

Was findet sich also auf der Karte von morgen? Alle Initiativen, die sich mit der Frage – und Umsetzung – beschäftigen, wie ein Leben von morgen aussehen könnte oder wird: Biohöfe, offene Werkstätten, Wandelorganisationen, visionäre Lebensgemeinschaften oder Unverpackt-Läden sind nur einige der Beispiele. Da finden sich etwa die Würzburger Wandelplattform ökoligenta, sämtliche Transitiontown-Initiativen in Deutschland, die Lebensgemeinschaft Ammersee, und der Stadtpflanzer e.V. in Leipzig, viele Regionalgruppen von attac und Demokratie in Bewegung, die makers for humanity und das österreichische Institut für Paradiesgestaltung.

Bei sehr vielen Projekten kann man sich beteiligen und sein Wissen und seine Energie für eine bessere Welt einbringen. Sobald man ein Projekt auf der Karte anklickt, öffnet sich eine „Visitenkarte“ mit Kontaktdaten. Einer verbindenden E-Mail oder einem Telefonat steht dann nichts mehr im Weg. Wer sich noch stärker engagieren mag, kann zur Regionalpilotin bzw. zum Regionalpiloten werden und neue Einträge in ihrer/seiner Gegend initiieren oder redigieren. Durch eine einfache Iframe-Funktion ist die Karte auch für Netzwerke und Bewegungen interessant, die Karte gefiltert nach dem eigenen Hashtag auf der eigenen Seite ein zu betten.


Vielen Dank, lieber Helmut, für diesen Gastbeitrag über die Karte von morgen!

Ihr dürft gespannt sein: Wir planen auch ein persönliches Interview mit Helmut. Bald also mehr BlaBla von morgen hier!

Kontakt Karte von Morgen: Helmut Wolman, helmut@bildungsagenten.com

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