Ist es wirklich so schlimm, Avocado zu kaufen?

Avocados landen seit einigen Jahren immer häufiger auf unserem Esstisch. Doch wir lesen auch immer häufiger, wie schlecht ihr Verzehr für die Umwelt ist. Was ist dran? Wir machen den Avocado-Check!

Avocado-Fail 1: Abholzung von Wäldern

In Mexiko, dem größten Anbauland von Avocados, werden (teilweise illegal) großflächig Nadelwälder gerodet, um Platz für die leckeren Früchte zu schaffen.

Avocado-Fail 2: Hoher Wasserverbrauch der Bäume

Avocadobäume haben viel Durst – sie trinken anderen Bäumen wortwörtlich das Wasser weg. Ein Kilo Avocados benötigt etwa 1000 Liter Wasser!!!

Avocado-Fail 3: Schädliche Pestizide

Beim konventionellen Anbau eingesetzte Pestizide und Pflanzenschutzmittel verschmutzen das Trinkwasser und sind für die Bäuerinnen und Bauern gesundheitsschädlich.

Avocado-Fail 4: Lange Transportwege

Unsere Avocados kommen aus Südamerika, mindestens jedoch aus Spanien, da es hier zu kalt für die Pflanze ist. Der Transport ist teuer, aufwändig und umweltschädlich.

Avocado-Fail 5: Früchte statt Drogen – die Entstehung von Kartellen

Die Avocado wird immer beliebter, das Geschäft profitabler – so entstellen illegale Strukturen und Kartelle, also organisierte Kriminalität.

Fazit: lieber auf Avocado verzichten oder weniger konsumieren!

Die bittere Antwort auf unsere Frage lautet: Ja, es ist tatsächlich auf ganzer Linie schlecht, Avocados zu kaufen (abgesehen von ihrem Nährstoffgehalt und Leckerheitsgrad). Also ganz verzichten? Hmmm… Wer das nicht möchte, kann

  1. weniger Avocados essen
  2. auf ein Bio-Siegel achten und
  3. möglichst Avocados aus Spanien oder Israel kaufen (und nicht aus Lateinamerika).

Noch schädlicher für die Umwelt ist übrigens der Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten, aber das ist ein anderes Thema… Und hier weitere Produkte, deren Konsum schlecht für Umwelt und Mitmenschen ist: Schokolade, Palmöl, Kaffee. Liste erweiterbar!

Beitragsbild: Photo by JOSHUA COLEMAN on Unsplash

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