Na, seid ihr Haltbarkeitsfanatiker, die jegliche Lebensmittel nach Ablauf des Mindestbarkeitsdatums sofort wegwerfen? Oder esst ihr prinzipiell alles, was noch keine neuen Beine zum weglaufen gebildet hat? Um abgelaufene Lebensmittel ranken sich seit jeher Legenden. Das Team von Puls hat nun in Berlin sogar einen Supermarkt gefunden, der nur abgelaufenes Essen verkauft.

Ring Ring! Die Weihnachtszeit steht mal wieder vor der Tür und damit der alljährliche Konsumterror. Teurer, besser, hipper - und hey, hast du schon dieses Angebot gesehen? Nimm 2 und spare 50%! Für alle Kreativköpfe und Macher/-innen unter euch bieten die Dezembertage aber zum Glück noch andere Möglichkeiten als die Standardpräsente mit Preisschild. Selbst gemachte Geschenke sammeln jede Menge Sympathiepunkte ein und zeigen, dass euch die beschenkte Person wichtig ist. Immerhin habt ihr euch extra Zeit zum basteln und Ideen suchen genommen. Eine doppelte Win-Win-Situation ist es, wenn euer Do-it-Yourself (DIY)-Projekt aus Sachen besteht, die ihr sowieso schon zuhause habt. Das ist die Idee von Upcycling: Dinge, die ihr kaum noch benutzt oder die eigentlich in den Abfall wandern, werden in formschöne neue Produkte umgewandelt.

Worte können mächtig sein. Besonders wenn sie Forderungen stellen, besonders wenn viele Menschen Forderungen stellen. Dies nutzt auch Amnesty International mit ihrer aktuellen Aktion "Schreib für die Freiheit!". In einem Briefmarathon werden Freiwillige dazu aufgefordert, sich für Menschen einzusetzen, die unschuldig hinter Gittern sitzen und Folter, Verfolgung oder Schlimmeres zu befürchten haben. Ihre Worte sollen Mut machen - etwa der Menschenrechtlerin in Ägypten, die von der Regierung festgenommen wurde, nachdem sie gegen das rätselhafte organisierte Verschwindenlassen von Menschen protestiert hat. Oder dem Umweltschützer aus Madagaskar, der nun unter erfundenen Vorwürfen angeklagt wird - weil er den Regenwald vor illegaler Abholzung beschützen wollte. Es soll aber auch ein politischer Druck erzeugt werden: Um die verantwortlichen Regierungen in die Mangel zu nehmen. Zu betonen, dass Menschenrechte mehr sind als leere Abmachungen auf dem Papier. Und dass die Weltöffentlichkeit nicht wegschaut, wenn vor aller Augen international geltende Rechte gebrochen werden.

Wenn fast 200 Länder zusammenkommen, um das Klima zu retten - wie sieht das Treffen dann aus? Denn genau darum - Klimaerwärmung stoppen, Vielfalt auf unserem blauen Planeten schützen, weniger Müll & Treibhausgase - ging es auf der Weltklimakonferenz in Bonn Mitte November. Eine Gruppe Schüler/-innen  bekam von Oroverde  kurzerhand eine Kamera und ein Mikro in die Hand gedrückt - und durfte Mäuschen spielen.  Wie läuft so ein Riesenevent mit 25 000 Teilnehmenden ab? Wer ist Schuld am Klimawandel? Und wie kann auch jede/r Einzelne einen kleinen Part zu einer grüneren Welt beitragen? Klickt euch durch und erfahrt in den Videos & Audios unten, wie es hinter den Kulissen zuging.

Darf's eine Portion Kultur sein? Die BUKO Pharma-Kampagne  - eine Gruppe, die sich gegen fragwürdige Praktiken der Pharmaindustrie engagiert - rollte zwei Wochen lang mit einem Straßentheaterstück über Tuberkulose durch die Republik. 12 Städte, 40 Auftritte und 7 Nachwuchsschauspieler/-innen, ein Stück. Die Gruppe selbst sagt über ihr Werk:
Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die vor allem in armen Ländern weit verbreitet ist. Unser Theaterstück will mehr öffentliche Aufmerksamkeit für die tödliche Seuche wecken. Denn jedes Jahr sterben knapp zwei Millionen Menschen an Tuberkulose, obwohl die Krankheit in den meisten Fällen heilbar wäre.

"Schäm dich!" - dies war das Motto des CARE-Schreibwettbewerbs 2016/17. Ganz unterschiedlich fielen dementsprechend die eingereichten Texte aus, und dieser Text von Mia Veigel gewann den ersten Platz in der Kategorie 14-18 Jahre . Also: Schnappt euch einen Kaffee oder Tee und macht mit uns einen kleinen literarischen Gedankenausflug...

Erkenntnis

von Mia Veigel
Langsam wird es hell. Der Himmel färbt sich von rotorange in ein helles Grauweiß. Die tief hängenden Wolken scheinen an den hohen Bergen zu lecken. Den Apus. Ich muss an meinen Großvater denken. Er sagte immer zu mir: „Hör mir gut zu, Moisés: Die großen Berge um uns herum, die Apus, beschützen uns. Sie sind größer und mächtiger als wir. Versuche niemals, dich über sie zu stellen.“ Ich blicke noch eine Weile auf die riesigen Gestalten, dann krieche ich aus meiner einfachen Schlafgelegenheit und laufe die eisigen Treppenstufen hinunter.