Wofür würdest du 114 Euro ausgeben?

… wenn du entscheiden könntest, wo sie hinfließen? 114 Euro, nicht gerade wenig Geld. Eine Bedingung gibt es aber. Du musst das Geld in die europäische Landwirtschaft stecken.

Du darfst damit nicht frei verfügen. Sonst könntest du dir ja auch eine Hundekamera mit automatischer Fütterung zulegen. (Ich habe im Netz nach den merkwürdigsten Neuheiten recherchiert. Dabei bin ich auf dieses Gagdet gestoßen, das ich – meiner Meinung nach – als extrem sinnfreie Investition hier aufführen kann. Hier also was zum Kopf schütteln.)

Woher kommt das Geld?

Zurück zur Landwirtschaft. Zurück zu deinen 114 Euro, die du also ausgeben darfst. 58 Milliarden Euro zahlen wir nämlich pro Jahr als Unterstützung für die europäische Agrarlandschaft. Wir? Ich meine damit alle Bürger*innen, die in der Europäischen Union leben. Das sind dann runtergerechnet diese 114 Euro pro Bürger und Bürgerin vom Anfang. Diese 114 Euro (ich werde nicht müde den Betrag zu erwähnen!) kommen also jedes Jahr in einen großen Topf. Eine Menge Asche kommt zusammen.

Wohin geht das Geld jedes Jahr?

Doch nur ein Bruchteil davon fließt an die Landwirte und Landwirtinnen (ja, das Wort gibt es!). Viele bräuchten mehr Geld, um eine naturverträgliche Landwirtschaft betreiben können. Der Großteil der Gelder geht jedoch stattdessen in den Ausbau von Großbetrieben. Damit wird leider auch das Vogel- und Insektensterben beschleunigt. Doof!

… und jetzt?

Das muss sich jetzt ändern – mit einer Reform der EU-Agrarpolitik! Die anstehenden Neuverhandlungen zwischen nationalen Regierungen und EU-Parlament ist die Chance, die Kehrtwende einzuleiten. Und du kannst ein Teil des Wandels sein.

Der NABU hat dazu eine Kampagne ins Leben gerufen. Hier kannst du eine Nachricht an eine*n EU-Abgeordnete*n in Brüssel schicken! Schreib ihm oder ihr doch, wofür du deine 114 Euro ausgeben würdest. Inspirationen, was geändert werden kann und welche Möglichkeiten es gibt, findest du hier.

Hier findest du mehr Informationen auf unserem Blog zum Thema „Landwirtschaft“. Ist auch gar nicht so staubtrocken, wie du vielleicht denkst!

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