Erfahrungsbericht – Ein Student im Homeoffice

Das Sommersemester ist noch jung. Student*innen aller Fachbereiche sollten den Campus beleben. Aber wie der Rest der Nation bleiben auch die Universitäten nicht von Maßnahmen gegen Corona verschont. Das erste digitale Semester ist ausgerufen und das bedeutet größtenteils Homeoffice. Dazu ein kurzer Erfahrungsbericht von Lucas, einem Masterstudenten der Soziologie:

Zuhause studieren?

Am gemeinen Studenten ist erst mal nur eines interessant, nämlich das, was er im Kopf hat. Und wozu eignet sich eine Universität mehr, als die Köpfe zusammenzustecken und sich auszutauschen? Für mich, als jemanden, der an einer Abschlussarbeit sitzt, ist das besonders wichtig. Feedback hilft dabei, sich nicht in gedankliche Einbahnstraßen zu verrennen. Face-to-face geht das natürlich am Besten. Nun stellt sich die Frage, wie universitärer Betrieb ohne Anwesenheit geht?

In die Bibliothek komme ich rein. Da herrscht Maskenpflicht, eine Obergrenze für Besucher*innenzahlen und das Arbeiten vor Ort ist momentan nicht drin. Dafür wird mehr ausgeliehen und der neue Bibliotheksausweis ist das Smartphone. Aber was ist mit Seminaren, Vorlesungen, usw.? Bei der Größe vieler Räume und den Teilnehmer*innenzahlen mancher Veranstaltungen ist das Einhalten von Sicherheitsabständen kaum möglich.
Da ist Kreativität gefragt und das Internet lässt die Muskeln spielen. Beispielsweise werden Konferenzen über Internettelefonie organisiert. Das ist erst mal eine ungewohnte Erfahrung. Mit steigender Zahl der Teilnehmer*innen wird Kommunikation immer unwahrscheinlicher. Wer spricht wann und wie lange? Wie funktionieren Wechsel von Sprecher*innen, usw.? Ich bin gespannt, ob und wann sich da eine Routine einstellt. In der Zwischenzeit genieße ich Seminare mit Professor*in auf dem Ohr, die nicht unbedingt das Tragen einer Hose erfordern.

Zuhause trainieren?

Das bringt mich zu meinem zweiten Punkt, dem Körper des Studenten. Der Kopf muss möglicherweise mehr leisten, aber was ist mit dem Rest? Zunächst sieht es gar nicht rosig aus. Kein Weg zur Uni, kein Schwingen des Tanzbeines oder universitäre Sportkurse. Auch die Fitnessstudios haben noch geschlossen. Der Adoniskörper befindet sich in akuter Gefahr.
Möglicherweise ist der verminderte Alkoholkonsum positiv zu bewerten. Aber von einer dem Studenten derart untypischen Lebensweise verstehe ich nur wenig. Klar ist aber, dass dieses Homeoffice einfach zu bequem ist. Ich sitze oder liege herum. Trägheit und Gemütlichkeit machen sich breit. Das hilft auch beim Arbeiten nicht. Doch was ist zu tun? Die Lösung nennt sich Home Workout. Das ist nicht nur eine Ergänzung zum Homeoffice, sondern ein echter Ausgleich. Es gibt viele Möglichkeiten daheim ein wenig zu trainieren, auch ohne Sportgeräte. Auf YouTube gibt es hilfreiche Videos dazu, beispielsweise dieses hier. Da geht also mehr als nur Liegestützen.

Optimistisch bleiben!

Im Großen und Ganzen ist die zunächst problematisch erscheinende Situation in vielfacher Hinsicht eine neue Herausforderung, die ich weiterhin für mich gestalten werde und dabei für alles offen bleibe.


Solltet ihr wie Lucas als Student*in im Homeoffice sitzen und etwas Abwechslung benötigen, empfehlen wir euch gerne Podcasts, Computerspiele zur Entspannung, Bücher und Webinare.

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