Veröffentlicht in Politik & Zeitgeschehen, Wirtschaft & Kritischer Konsum

Minimalismus: Weniger kaufen, mehr freuen

„Weniger ist mehr“ heißt es schon in einem alten Sprichwort. Und tatsächlich rebellieren immer mehr Menschen auf eine stille Weise, begehren auf gegen den Konsumterror des Immer-Mehr-Besitzen-Müssens. Und kaufen einfach nix. Beziehungsweise so wenig wie möglich, ein bisschen was braucht der Mensch ja doch zum (über)leben. Minimalismus nennt sich dieser Gegenentwurf zur Überflussgesellschft.

Sich auf das besinnen, was existenziell notwendig ist. Kein Firlefanz, Krimskrams, Schnickschnack. Was zu viel ist, wird weggeworfen, getauscht, verschenkt. Die Loslösung von dem Überflüssigen soll Stress reduzieren, im Sturm der aktuellen Reiz- und Warenüberflutung ein Anker der Gelassenheit sein und glücklicher machen. Und nebenbei dem Kapitalismus ein Schnippchen schlagen. Ob das klappt? Keine Ahnung. Sicher ist dagegen, dass minimalistisch leben garantiert den Geldbeutel und die Umwelt schont. Wer 3x vor jedem Kauf überlegt, ob er das, was er da in der Hand hält, wirklich braucht, bewahrt das Konto vor schwindelerregenden Ausgabetiefen nach Frustshoppinganfällen. Die Natur vor der Vergeudung von Ressourcen und Extra-Müll. Und sich selbst vor einem schlechten Gewissen, wenn Dinge, die man einst unbedingt haben wollte, seit Wochen ungenutzt in der Ecke verstauben.

Okay, und ganz ehrlich – verzichten wie ein enthaltsamer Mönch? Die Entschlossenheit ganz und gar minimalistisch zu leben, das eigene Zuhause zu entrümpeln, sich spartanisch einzurichten oder reduziert zu kleiden – das fehlt den meisten. Aber sich fragen, ob man das neue Paar Markenschuhe wirklich braucht oder den 5. Schal – das tut nicht weh. Und mit dem gesparten Geld könnte man einfach in mehr Qualität investieren: Fairtrade vielleicht? Alternativ lässt sich auch eine einfache Minimalismusregel anwenden: Für jeden Neukauf wird ein alter Gegenstand entsorgt. Resultat: Mehr Platz für euch, weniger Chaos. Man kann sich vorher auch fragen:

„Erfüllen mich die Dinge mit Freude?“ „Brauche ich sie?“ „Nutze ich sie regelmäßig, könnte ich auch ohne sie leben?“

Lautet die Antwort Nein, dann weg damit. Weil aber aller Anfang schwer ist und kaum einer gerne aufräumt, gibt das Autorenduo M21 HIER ein paar Tipps und Tricks zum erfolgreichen Ausmisten. Wenn ihr mehr über das Thema erfahren wollt, ist auch der Blog von Michael ein guter Tipp: Dort gibt’s lesenswerte Alltagserfahrungen rund ums minimalistisch wohnen, essen, reisen und fokussiert denken.

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