Weltfrauentag: Kampftag 2019

Okay Mädels, es ist Zeit, Kochlöffel, Kreissäge, Meeting Planner, Computertastatur, Haarschneidemaschine oder was auch immer ruhen zu lassen und sich mit Plakaten zu bewaffnen. Denn heute ist Weltfrauentag und weltweit streiken Schwestern für ihre Rechte. Also seid heute lieber laut und bunt und bleibt der Arbeit fern, für die ihr durchschnittlich 23 % weniger Gehalt bekommt als eure männlichen Kollegen. Vielleicht sehen wir uns ja nachher bei einer Demo?

Bestandsaufnahme der Frauenrechte im Jahr 2019

Überraschung: Auch im Jahr 2019 sind Frauen nicht gleichberechtigt. Sie haben auf dem Arbeitsmarkt nicht die gleichen Chancen wie Männer und verdienen deutlich weniger als sie. Deswegen sind sie öfter von Altersarmut betroffen. Gerade für Pflegearbeiten und in sozialen Berufen werden sie ausgebeutet, weil es sich dabei vermeintlich um „Frauenarbeit“ handelt. Außerdem können sie Schwangerschaftsabbrüche nur auf komplizierten Wegen erwirken und verfügen somit nicht vollständig über ihren eigenen Körper. Zusätzlich werden sie  an falschen Idealen und Klischees gemessen und werden häufiger zu Opfern sexueller Gewalt.  

Frauenstreik und Demos

Der heutige internationale Frauenstreik soll uns alle wachrütteln: Wenn Frauen die Arbeit niederlegen, steht die Welt still! Auf der Webseite findet ihr viele kreative Möglichkeiten, aktiv zu werden – es muss nicht die radikale Arbeitsniederlegung sein, vielleicht gefällt euch die Idee einer kämpferischen Mittagspause?

Oder ihr nehmt an einer der zahlreichen Demos teil. Da Sexismus oft eng mit anderen Formen der Diskriminierung verknüpft ist, kämpft ihr als Feministinnen nicht nur für Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch für Frieden, Umweltschutz und allgemein für eine gerechtere Gesellschaft. Und auch wenn er mitunter von rechts für völkische Ideologien missbraucht wird – der Feminismus grenzt sich ganz klar von solchen Ideen ab und positioniert sich gegen rechts.

Natürlich reicht ein Tag im Jahr nicht aus, unsere Gesellschaftsstrukturen grundlegend zu verändern – hier muss viel mehr passieren. Und jede*r Einzelne kann einiges dafür tun! Fragt nach dem Gehalt eures Kollegen, teilt euch die Elternzeit gerecht auf, bedient keine Geschlechterklischees, macht euch stark gegen starre und veraltete Rollenbilder und setzt euch für marginalisierte Gruppen und Minderheiten ein.

#BalanceforBetter

Was haben deine Mutter, Hannah Arendt und Michelle Obama gemeinsam? Sie alle können uns anlässlich des Weltfrauentages inspirieren und zeigen, wie wir den Weg hin zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft gestalten können. Unter dem #BalanceforBetter könnt ihr Geschichten teilen – eure eigene oder die anderer Frauen, die sich für Frauenrechte einsetzen oder eingesetzt haben. Oder postet einfach ein Bild von euch in #BalanceforBetter-Pose.

Weitere Hashtags: #IWD2019 #ichstreike8M #Istrike

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