Krieg um Rohstoffe im Klassenzimmer

Förderung von Coltan? Abbau von Kohle? Da klingelt bei dir nichts? Dann lies mal rein. Hier findest du einen kurzen Bericht von Simon Kertscher, Marie Lenk und Theresa Tauchert. Sie erzählen, wie sie das Thema „Krieg um Rohstoffe“ in ihrem brandenburgischen Klassenzimmer behandelt haben. Spotlight on:

Nein, keine Angst. Ich kann dir versichern, dass der Unterricht nicht ausgeartet ist; ganz im Gegenteil: Am 06.12.2018 erhielt die Klasse SHK82 des OSZ-Technik-Teltow exklusive Vorträge zu Themen, die sich die Klasse im Vorhinein aussuchen durfte. In diesem Fall hörten wir Vorträge zu der Leitfrage: „Bodenschätze = Kriegsbringer?“ Warum? – Nun ja, diese Vorträge wurden im Rahmen eines Projektes namens „Globales Lernen“ gehalten, das die Antwort auf die industrielle Globalisierung ist.

Der erste Vortrag wurde von Cedrique R. Njieutcheu – aus Kamerun stammend – zum Thema „Rohrstoffabbau für Smartphones in der demokratischen Republik Kongo“ gehalten. Unter verschiedenen Aspekten, wie zum Beispiel Umweltschutz und Menschenrechte, erörterten wir, inwiefern unsere Smartphones aus blutigen Metallen (wie z.B. Coltan) bestehen.

Doch was ist dieses „Globale Lernen“ überhaupt?

Wie bereits beschrieben, ist dieses Projekt die Antwort auf die globale Industrialisierung. Das Projekt soll uns helfen, unsere Perspektiven zu wechseln, uns mit Informationen kritisch auseinanderzusetzen und uns des – oftmals überflüssigen – Konsums bewusst zu werden.

Letzteres hat der Vortrag sehr hervorgehoben, denn die Art und die Umstände unter denen beispielsweise Coltan abgebaut wird, sind mehr als menschenunwürdig und moralisch komplett verwerflich. Informieren dich (falls du es noch nicht getan hast) doch mal etwas darüber!

Du siehst: Wir waren alle fleißig am arbeiten.

Das Thema des zweiten Vortrages, der von Adriana Yee Meyberg gehalten wurde, bezog sich, unter der genannten Leitfrage, auf den Kohleabbau in Kolumbien. Zu diesem Thema erarbeitete die Klasse in Eigenarbeit die verantwortlichen Akteure dieses Verbrechens gegen Menschheit und Natur.

Im Anschluss erörterte die Klasse Möglichkeiten, diesen Kohleverbrechern den Kampf anzusagen. Mögliche Alternativen wären beispielsweise Strom aus Naturenergien zu beziehen oder zu protestieren.

Nochmal posieren für die Kamera. Du siehst uns vor unserer Präsentation.

Diese Vorträge haben gelehrt, dass die Ressourcen der Erde stark begrenzt sind und unter teilweise unmöglichen Umständen gewonnen werden. Wir müssen alle aufwachen, doch viele schlafen noch. Und diejenigen, die schon wach sind, schlafen innerlich noch immer.

Anmerkungen: Am Text wurden einige wenige redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Hier findet ihrer weitere Berichte aus der Kategorie „Mach dein Ding…“. Wir hoffen, dass auch du 2019 viel Inspiration findest, um „dein Ding“ zu machen!

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