Filmtipp: Wackersdorf

Am 20. September ist „Wackersdorf“ in deutsche Kinos gekommen. Immer wieder werden Parallelen gezogen zum aktuellen Protest gegen die Rodung des Hambacher Forsts. So wird eine Geschichte aus den 80ern wieder aktuell.

Wackersdorf. Was war da? In einem kleinen bayrischen Dorf soll eine Atomkraftanlage gebaut werden. Die bayrische Landesregierung ist dafür, es geht vor allem darum Arbeitsplätze zu schaffen. Jedoch entwickeln sich anhaltende Proteste: Die Einwohner wollen nicht so nah an einer Wiederaufbereitungsanlage wohnen  – vor allem wenn die womöglich auch waffenfähigen Brennstoff erzeugt.

 

 

Was ist daran aktuell? In Wackersdorf ging es nicht bloß um Atomkraft. Es ging um einen Konflikt zwischen Bürgern und Staat, Aktivisten und Polizei. Konflikte, die auch im Hambacher Forst zentral sind. Was dürfen Bürger, um ihre Meinung und ihren Protest auszudrücken? Und was darf die Polizei im Interesse von Ordnung und Recht?

Inwiefern die Situation im Hambacher Forst – aber etwa auch bei den G20-Protesten in Hamburg – mit der vor drei Jahrzehnten vergleichbar ist, musst du selbst entscheiden. Aber „Wackersdorf“ ist ein Beitrag zu einer Diskussion, die ohne Frage heute mindestens genauso wichtig ist wie vor dreißig Jahren. Somit ist der Film bestimmt sehenswert.

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