Die Ausrufung der Europäischen Republik

Eine Europäische Republik? Sagt mir nichts. Wir leben doch in einer Europäischen Union. Richtig! Aber in Zeiten, in denen die EU sich praktisch im Dauerkrise-Modus befindet, wollen viele Menschen einen Wandel.

Europaweit haben sich in den letzten Jahren Bewegungen gegründet, die glauben, dass die EU in ihrer heutigen Form nicht mehr zukunftsfähig ist. Kennst du beispielsweise das „European Balcony Project“? Die Idee hinter der Initiative ist, dass vom 9. bis 11. November ein Manifest vorgelesen und künstlerisch inszeniert werden soll. In allen Ländern Europas. Das Datum ist kein reiner Zufall: Das Projekt zielt damit auf das 100 Jahre zurückliegende Ende des Ersten Weltkriegs ab. Ein wahrer Grund zu feiern!

Manifest für die Europäische Republik

Die Verfasser*innen Robert Menasse, Ulrike Guérot und Milo Rau fordern in dem Manifest gleiche Rechte für alle europäischen Bürger*innen. Sie wollen, dass die Menschen in Europa sich wieder aktiver an europäischen Entscheidungen beteiligen können. Und wie der Name schon sagt: Der Text wird häufig von Balkonen verlesen, damit möglichst viele Menschen zuhören können. Viele Menschen wollen aber auch von ihrer heimischen Fensterbank, der Schaukel auf dem benachbarten Spielplatz oder vom Garagendach des Nachbarn vorlesen.

Sechs Monate vor den nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament wollen die Verfasser*innen neue Wege zur Gestaltung der europäischen Demokratie aufzeigen. Sie finden, dass Bürger*innen sich wieder mehr mit der Idee der europäischen Einheit auseinandersetzen sollten. Findest du das unterstützenswert? Dann finde auch du auf der Homepage des Projekts einen Ort in deiner Nähe und komm am 11. November zu der Ausrufung der Europäischen Republik!

 

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