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#WhoMadeMyClothes

Wie wir aussehen bestimmt, wer wir sind – auf den ersten Blick zumindest. Also wollen wir durch unsere Kleidung Persönlichkeit zeigen, Statements setzen, neugierig machen. Dabei wird oft vergessen, wo die Sweater und Jeans, unsere neuen Lieblingsstücke, herkommen – und wer sie vor uns in der Hand gehabt hat. Unter dem Hashtag #WhoMadeMyClothes sucht die Organisation Fashion Revolution nach den Näher/-innen und fordert Unternehmen dazu auf, die Arbeitsbedingungen bei der Entstehung ihrer Produkte offenzulegen.

Per Postings auf Social Media, aber auch oldschool per Karte oder Brief können Konsumenten von den großen Ketten Auskunft verlangen – aber auch Politiker fragen, wie sie sich für fair produzierte Kleidung und gerechte Arbeitsverhältnisse einsetzen. Denn ganz ehrlich – niemand von uns will mit dem Schnäppchen von der letzten Einkaufstour Kinderarbeit unterstützen oder Dumpinglöhne fördern. Und ohne uns als Käufer kann ein Unternehmen nicht überleben –  also können wir Konsumenten auch Druck ausüben, um Firmen zum umdenken zu bewegen. Die Liebe zur Mode sollte schließlich nicht dadurch getrübt werden, dass für den kleinen Preis eines Stücks der/die Arbeiter/in ganz am Ende der Nahrungskette zu leiden hat.

Und Fashion Revolution – das sind alle. Diejenigen, die die Kleidung tragen; diejenigen, die sie nähen. Designer/-innen und Politiker/-innen, Modeliebhaber/-innen und Händler/-innen. Jeder kann mitmachen, überall auf der Welt. Geboren im April 2013, als bei dem Einsturz einer Textilfabrik ins Bangladesh über 1100 Menschen getötet und doppelt so viele verletzt wurden, versucht die Organisation, die Produktionskette von Kleidung zu revolutionieren. Im Gedenken an den Unfall veranstaltet sie immer im April eine Fashion Revolution Week – 2017 nahmen 2 Millionen Menschen an ihr teil. Ihr wollt mehr Infos?

Wie viel braucht ein Mensch mindestens zum überleben?  Wie viel bekommt ein/e Näher/-in prozentual vom Enderlös eines T-shirts?  Und was wäre, wenn Kunden mehr zahlen würden?

Spielerisch und mit künstlerischer Leichtigkeit geht die Broschüre ‚Money Fashion Power‘ diesen Fragen auf den Grund – und erkundet mithilfe von Fotografie, Grafiken und Poesie das Phänomen Fast Fashion. Auf der Website von Fashion Revolution könnt ihr euch kostenlos reinklicken.

Auch ihr wollt aktiv werden? Dann postet doch einfach ein Selfie mit eurem Lieblingskleidungsstück und fragt bei der Marke nach: #WhoMadeMyClothes ?!

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