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Red Hand Day

Sie sind noch nicht einmal erwachsen und haben schon mehr Gewalt gesehen als andere Menschen innerhalb eines ganzen Lebens. Sie werden gedrillt, trainiert, indoktriniert. Tragen Waffen statt Spielzeug, erleben Kämpfe statt Schultage.
Am 12. Februar erinnert der Red Hand Day an das Schicksal der 250.00 Kinder, die jährlich als Kindersoldaten missbraucht werden. Die Aktion möchte medienwirksam auf die Situation der Kinder aufmerksam machen, die zum Dienst an der Waffe gezwungen werden und sammelt daher Rote Handabdrücke von Unterstützern, als Zeichen des Protests. Fast eine halbe Millionen Handabdrücke wurden auf diese Art schon gesammelt und an Politiker/-innen übergeben. Sie sollen der Politik zeigen, dass sich etwas ändern muss und dass sich der Deutsche Bundestag aktiv für eine Änderung einsetzen soll.

Die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist laut UN-Kinderrechtskonvention offiziell verboten – trotzdem setzen teilweise sogar Regierungen Kinder in ihren Armeen ein. Deshalb fordert die Red-Hand-Day-Kampagne 6 konkrete Schritte:

1. Straight-18
Unter 18-Jährige dürfen nicht mehr angeworben werden. Das gilt auch für die deutsche Bundeswehr!

2. Bestrafung der Verantwortlichen
Staaten, Gruppen und Personen, die Kindersoldaten einsetzen, sollen zur Rechenschaft gezogen werden

3. Versorgung, Schutz und politisches Asyl
Ehemalige Kindersoldaten sollen medizinische und psychologische Hilfe bekommen. Außerdem sollen sie darin unterstützt werden, eine Ausbildung anzufangen oder ihren Schulsabschluss zu machen. Deutschland könnte hier vor allem für Flüchtlingskinder sorgen.

4. Mehr Geld für Kindersoldaten-Hilfsprogramme

5. Stopp von deutschen Waffenexporten
Denn diese fördern oft gewaltsame und blutige Konflikte

6. Friedenserziehung fördern
Etwa in dem das Thema Friedenserziehung in Schulen gelehrt wird

Wie ihr mitmachen könnt? Sammelt rote Handabdrücke von euch, Freunden, Familien und anderen Gruppen. Vielleicht lässt sich die Aktion auch mit deiner Schulklasse oder im Sportverein umsetzen?

Schaut dann auf der Seite des Bundestages nach, welche Politiker für euren Ort zuständig sind. Mithilfe der Briefvorlage könnt ihr eure Forderungen ausdrucken und sie geinsam mit den Handabdrücken per Post oder persönlich eurem Politiker überreichen. Noch mehr Menschen erreicht ihr, wenn ihr in sozialen Medien ein Bild eurer Aktion unter den Hashtags #redhandday, #unicefyouth und #kinderrechtehelden postet.

Mehr Infos hat der Flyer des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten parat! Und ein Interview mit einem Jungen, der knapp dem Schicksal eines Kindersoldaten entgangen ist, haben wir vor einem Jahr veröffentlicht, ihr findet es unter diesem Link.

 

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