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Folge der Karte

Erst kürzlich lockte die Frankfurter Buchmesse wieder tausende Lesewütige in die Mainmetropole. Und wo finden urbane Menschen abseits von Buchhandlungen und Messen ihr Lesefutter? Schmöker, Bettlektüren und Horizonterweiterer konnten von aufmerksamen Menschen bisher auf Stadtstreifzügen in öffentlichen Bücherschränken gesichtet werden, nun gibt es sogar eine Karte, auf der die bibliophilen Fundtruhen eingetragen sind.

Die „Regeln“ der Minibibliotheken sind schnell erklärt: Jeder der möchte, kann ein Buch aus den Schränken mit nach Hause nehmen und auch behalten und dafür im Gegenzug ein eigenes Buch dalassen. Denn tauschen ist irgendwie viel schöner als kaufen – besonders, weil jeder Bücherschrank ein gewisses Überraschungsmoment mit sich bringt und den ein oder anderen gedruckten Schatz offenbart. Wer seinen Lieblingsstandort auf der Karte vermisst, kann den auch gerne nachtragen: Die Karte ist interaktiv. Manche Tauschorte sind auch in Jugendherbergen und Cafés versteckt und nur zu den Öffnungszeiten zugänglich.

Das gleiche Konzept verfolgt die Karte von repaircafe.org: User können auf der Weltkarte ein Repair-Café in ihrer Nähe ausfindig machen. Dort sollen kaputte Gegenstände, die ansonsten allzu schnell im Müll landen würden, eine zweite Chance erhalten. Denn oft fehlen nur ein paar Handgriffe, um ein stummes Radio, ein Fahrrad mit Platten oder ein defekte Mikrowelle wieder zum laufen zu bringen – nur wer kennt sich noch mit der Materie aus? Im Repair-Café werden solche Objekte kostenlos oder gegen einen kleinen Tauschartikel repariert, mitmachen und vorbeikommen kann jeder. Auch Laien mit technischem Interesse sind willkommen!

 

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