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Das Wunder von Mals

Pestizide sind überall, da kann ein Normalmensch nichts gegen tun. So scheint es. Dass Widerstand schon möglich ist, zeigt das Beispiel eines kleines Dorfes in Südtirol. Aufmüpfig wehrt sich die Ortschaft Mals gegen chemieliebende Agrarkonzerne und andere Spritz- und Sprühverfechter. Ausschlaggebend war die Erkenntnis der Südtiroler Bauern, dass auch ihre eigenen nachhaltig bewirtschafteten Felder durch die Pestizidverwendung auf benachbarten Ackern kontaminiert werden. Proben wiesen hohe Rückstände der schädlichen Mittel nach – auch wenn die Landwirte selbst ambitionierte Ökostandards einhielten.

Doch was tun? Das Dorf Mals hat sich nun vorgenommen, die europaweit erste pestizidfreie Gemeinde zu werden. In einer Abstimmung stimmte eine breite Mehrheit von 76 Prozent der Bürger für ein Verbot von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Doch ist es auch möglich, diese ehrgeizige Entscheidung wahr werden zu lassen? Den „Umweltrebellen“ steht eine Gruppe von Vertretern konventioneller Landwirte gegenüber, die ein striktes Pestizidverbot unbedingt verhindern wollen. Antworten zeigt die Website Das Wunder von Mals, auf der der Journalist Alexander Schiebel den Weg und die Entscheidung Mals per Kamera dokumentiert. Per Crowdfunding hat er einen Dokumentarfilm gedreht,  seinen Abschluss soll das Projekt diesen Oktober finden. Auch ARTE veröffentlichte bereits eine eigene Reportage à 30 Minuten über das umweltpolitische Engagement Mals.

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