Veröffentlicht in Interkulturelles, Klima & Umwelt

Back to Nature: Urban Gardening

So eine Stadt kann ganz schön grau und trist sein. Betonwüsten, Asphalt, Hochhausschluchten…Und wer nicht gerade einen Park in Hüpfnähe, einen handtuchgroßen Vorgarten oder einen regelmäßigen Ausflug nach Balkonien vorzuweisen hat, sieht länger mal kein Grün oder die Sonne. Es sei denn… man begäbe sich auf die Seite anstiftung.de und fände anhand der dortigen PLZ-Suche einen Gemeinschaftsgarten in seiner Nähe.


Denn egal ob Hamburg, München, Berlin oder Mainz – in über 600 Gemeinschaftsgärten sprießt deutschlandweit das Grün. Gärtnern ist im Trend, besonders in der Stadt: Back to Nature, Babe! Und wer nicht gerade in einem Anflug revolutionärem Geistes rebellisch seine Samenbomben beim Guerilla Gardening wirft, um seinem politischem Verdruss in Form von blühenden Blumen ein hübsches Gesicht zu geben – für den geht’s auch entspannter.

Auch in Gemeinschaftsgärten liegt der Fokus auf allem, was Wurzeln hat: Auf Parzellen, Feldern oder in Blumenkästen werden Pflanzen liebevoll gehegt und gepflegt. Und nach dem umgraben, jäten, stutzen und gießen sitzt man zuweilen noch auf ein Bier zusammen, schnabuliert selbst gesähtes oder wirft gemeinsam den Grill an. Dabei dienen die Gärten in eng besiedelten Gebieten auch als Wohlfühloase für alle, die den engen eigenen vier Wänden entkommen wollen.

Die Gärten selbst liegen unterschiedlichsten Konzepten zugrunde. In manchen gärtnern KITAs und Jugendgruppen, manche wollen Begegnungsorte für Nachbarn oder Menschen verschiedener Nationen sein. Einigen geht es eher um das Zusammen Kommen in der Gruppe, andere starten kleine Selbsternteprojekte und haben einen klare Nachhaltigkeitsgedanken. Doch egal ob konsumkritische Haltung oder Meeting der Pflanzenfreunde – gemeinsam ist den Gärtner-Kollektiven, dass neue Gesichter immer willkommen sind. Wenn es euch also in den Fingern juckt, selbst mal zu Schaufel und Spaten zu greifen, dann auf geht’s! Kramt die Gummistiefel raus und runter vom Sofa!

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